"Hölzerne Glachter" heißen im Volksmund abgestimmte Holzstäbe, die
auf Strohwülste oder Filz liegen und mit Klöppeln geschlagen werden.
Das Instrument besteht aus Brettchen von Fichte, Tanne, Ahorn oder Nussholz.
Die Anordnung der Töne ist diatonisch und zeigt große Verwandtschaft
mit jener des Hackbrettes, auch die Schlagart ist nahezug die gleiche.
Der Ton des "Hölzerne Glachters" ist dünn, scharf und doch ein wenig
dumpf - er klappert. In verschiedenen Aufzeichnungen wird das Wort "Glachter"
von Klöppel-Klachel abgeleitet. Diese Bezeichnung ist in Druckwerken aus
dem 16. Jahrhundert zu finden. Später hieß es dann Holz- und Strohinstrument.
Das "Hölzerne Glachter" ist offenbar aus den urtümlichen, primitiven Holzklappern
hervorgegangen.
Holzschlaginstrumente dieser Art sind in Afrika, Asien und Ozeanien weit verbreitet.
Andererseits haben Xylophone aus Edelhözern in modernen Orchestern ihren Platz
gefunden.
Erst in den letzten Jahren wurde das "Volksinstrument" in seiner Urform wieder von
Volksmusikanten aufgegriffen.
Das "Hölzerne Glachter" erzeugt Alfred Peitler aus heimischen Fichtenholz in
verschiedenen Stimmungen wie z. B.: g c f b, b es as des, ...
|